Wernshausen (ar). Gegenseitige Besuche sind das A und O einer Schulpartnerschaft: Zuletzt besuchten unterfränkische Kinder Wernshausen. Umgekehrt waren Regelschüler der Werragemeinde in Heimbuchenthal zu Gast.
Seit zehn Jahren pflegen die Regelschule Wernshausen und die Volksschule "Elsavatal" in Heimbuchenthal (Unterfranken) freundschaftliche Kontakte.
Und weil gegenseitige Besuche zu dieser Schulpartnerschaft einfach dazu gehören, erfolgte nun wieder ein Schüleraustausch. Heißt: 25 Mädchen und Jungen der Klasse 5b und zwei Lehrer aus Heimbuchenthal verlebten eine genauso interessante wie abwechslungsreiche Woche im Kleinschmalkalder Schullandheim.
"Von der Betreuung bis hin zum Programm war wirklich alles ganz toll", lobte der Konrektor der Heimbuchenthaler Volksschule, Edgar Förtig. Sinneswanderung, Baumbestimmung, eine Führung durch Kleinschmalkalden mit Besichtigung der Hessischen Kirche und natürlich eine Stippvisite im Schul- und Ortshistorium, bei der Ortschronist Helmut Köllner genaue Erklärungen abgab, standen im Plan. Genauso bewegten sich die Heimbuchenthaler auf den "Spuren Martin Luthers" und besichtigten Schmalkalden. Außer einer Stadtführung gehörte natürlich auch auch ein Besuch auf Schloss Wilhelmsburg dazu.
Einen Tag der Woche verbrachte die Klasse in der Partnerschule. Am Vormittag wurde am Unterricht teilgenommen und nach dem Mittagessen ging es in die Sporthalle. Bei Staffelspielen kam Stimmung auf. Jeder gab sein Bestes, so dass der Wernshäuser Regelschulleiter Hartfried Klee feststellen konnte: "Die Grundlagen für ein besseres Verstehen der Kinder sind gelegt." In den letzten Jahren nämlich konzentrierte sich die Partnerschaft mehr oder weniger auf den Austausch von Lehrern. Künftig sollen auch die Schüler wieder stärker in das partnerschaftliche Geschehen einbezogen werden.
Mit dem Schüleraustausch wurden ertse Voraussetzungen dafür geschaffen. Dazu kommt, dass sich die beiden Schullandheime im unterfränkischen Hobbach und in Kleinschmalkalden für derartige Zwecke bestens anbieten. Edgar Förtig aus Heimbuchenthal resümierte: "Die herzlichen Beziehung, mit denen wir während dieser Woche in Wernshausen aufgenommen wurden, werden uns noch lange in Erinnerung bleiben."
Und Wolfgang Müller, ehemaliger Lehrer in Wernshausen, ließ es sich auch nicht nehmen, Edgar Förtig zu begrüßen. Beide kennen sich seit zehn Jahren und haben die Partnerschaft mit ins Leben gerufen. Schon im nächsten Jahr soll der Schüleraustausch seine Fortsetzung finden.